Netzwerk-Labor · Doku 💰 Markt und Monetarisierung – kann das Netzwerk-Labor Geld verdienen? Zum Spiel Online

💰 Markt und Monetarisierung – kann das Netzwerk-Labor Geld verdienen?

Stand: 09.10.2026 · Auftrag: task-48 (Marktrecherche, vom Nutzer ausdrücklich verlangt) · Verfasser: wiki-2 · Regel dieses Dokuments: Jede Marktaussage trägt eine URL. Jede Schätzung ist als Schätzung mit Rechenweg gekennzeichnet. Wo nichts Belastbares gefunden wurde, steht das in § 11 — nicht eine plausibel klingende Zahl.


0 · Das Wichtigste in sieben Sätzen

  1. Die Zielgruppe ist real und groĂź: In Deutschland gab es 2024 rund 1,6 Mio. Auszubildende und 396.800 Ausbildungsbetriebe (BIBB).
  2. Bezahlt wird in diesem Markt nicht vom Azubi, sondern von der Schule, dem Träger oder der Firma: Das Geschäftsmodell der BiBox verlangt ausdrücklich, dass die Schule die Schülerkonten einrichtet (Westermann).
  3. Der Preisanker für digitale Lerninhalte in Deutschland ist niedrig: 7–12 € je Schüler und Schuljahr, 150 € je Klasse und Schuljahr, 170–220 € für eine Kollegiumslizenz (Westermann).
  4. Simulatoren sind in diesem Markt gratis (Packet Tracer, Filius, GNS3) — verkauft werden kann also nicht die Engine, sondern fertiges deutsches Unterrichtsmaterial, Störungsfälle und die Zeit der Lehrkraft.
  5. Mein Preisvorschlag: Standortlizenz 390 €/Jahr (Schule/Träger), Firmenlizenz 290 €/Jahr, Einzelplatz 9 €/Jahr, Bezahlpakete 39 € — hergeleitet in § 8, nicht geraten.
  6. Zuerst verkauft wird die heutige Einzeldatei als Standortlizenz mit Rechnung — ohne eine Zeile Code zu ändern; alles andere (Pakete, Auswertung, Shop) braucht Bau.
  7. Was nicht funktionieren wird, steht in § 10 — und dieser Abschnitt ist der wichtigste.

1 · Das Produkt in Verkaufszahlen (selbst gemessen am 09.10.2026)

MerkmalMesswertWarum das für den Verkauf zählt
Einzeldatei Netzwerk-Labor.html2.829.477 BEin Link, keine Installation, läuft offline
Externe Ladungen darin0 (src=/href= auf http(s) = 0; 13 reine URL-Textstellen in Belegen)„Kein Netz nötig" ist im Schulnetz ein Argument
Windows-.exe (Tauri)8.630.272 BfĂĽr Firmenrechner ohne Browser-Zugang
Android-APK1,15 MBBeifang, kein Hauptkanal (siehe § 10)
Handaufträge (DATEN.tickets)58das ist der Inhalt, den man verkauft
Fehlerinjektoren39die Störungssuche — das Alleinstellungsmerkmal
Fertigkeiten / Wiki-Seiten27 / 29Lehrplanbezug, Nachschlagewerk
Mini-Tickets / Fragen-Vorlagen92 / 11 (2.200 generierte Fragen laut Testlauf)Wiederholung ohne Nachladen
Tests731 von 733 grĂĽn, 0 ĂĽbersprungen (82 Testdateien, gemessen 09.10.2026; die 2 roten betreffen die Seitenerzeugung der Doku, nicht das Spiel)Reife-Verkaufsargument gegenĂĽber Schule/Firma
KlassenraumCode ansagen, ohne Server, Konto, NetzComputerraum-Betrieb ohne IT-Abteilung
Anmeldung / TelemetriekeineDatenschutz-Argument (siehe § 7 und § 9)

Verkäuferische Folge: Der Gegenstand des Verkaufs ist nicht Software im engeren Sinn (die ist hier billig und kopierbar), sondern Unterrichtsvorbereitung: 58 fertige Aufträge, 39 Störungen, ein Klassenraum-Verfahren ohne Infrastruktur.


2 · Der Markt: wie groß ist die Zielgruppe?

2.1 Deutschland (belegt)

ZahlJahrQuelle
rund 1,6 Mio. Auszubildende (sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Ausbildung), Ausbildungsquote 4,6 %2024BIBB, Betriebliche Ausbildungsbeteiligung
rund 396.800 Ausbildungsbetriebe von knapp 2,1 Mio. Betrieben (Ausbildungsbetriebsquote 18,7 %; 2007: 24,1 %)2024BIBB
Betriebe mit 250+ Beschäftigten bilden zu 81,7 % aus, Kleinstbetriebe nur zu 9,7 %2024BIBB
Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten insgesamt: 35,0 Mio.2024BIBB

FĂĽr den Vertrieb heiĂźt das: GroĂźbetriebe sind die leichter erreichbaren Zahler (81,7 % bilden aus), Kleinstbetriebe sind der lange Schwanz.

2.2 IT-Anteil, Berufsschulen, DACH (nicht belegt — nur Fundstellen)

Schätzung (Rechenweg offen, Grundlage ist NICHT belegt): Wenn die IT-Berufe einen Anteil von 4–6 % an allen Auszubildenden hätten (Annahme; der Anteil ist nicht recherchiert), dann wären das 1,6 Mio. × 4–6 % = 64.000–96.000 IT-Auszubildende im Bestand. Diese Spanne ist eine Annahme zur Größenordnung, keine Marktzahl. Wer den Vertrieb plant, muss die Arbeitsagentur-Auswertung auswerten — sie liegt vor, ich konnte sie nur nicht lesen (§ 11).


3 · Wer zahlt heute für Ausbildungssoftware?

Vier Zahler, jeweils mit Beleg oder ausdrücklich als Einschätzung:

  1. Die Schule (bzw. der Schulträger) — belegt. Die BiBox-Preisseite regelt ausdrücklich, dass Schülerkonten durch die Schule eingerichtet werden müssen, wenn die BiBox mit der Klasse genutzt wird, und nennt Preise je Klasse: Klassenlizenz Premium 150 € / Schuljahr, Kollegiumslizenz 170–220 €, Einzellizenz Lehrkraft 40–50 € (Westermann).
  2. Eltern/der Azubi privat — belegt, aber klein. Dieselbe Seite beschreibt den Privatkauf durch Eltern („Schnellregistrierung" mit E-Mail) mit 7–12 € je Schuljahr (Westermann). Es gibt also einen Privatmarkt — aber zu Taschenbuchpreisen.
  3. Der Bildungsträger (Umschulung) — nicht belegt. Dass Umschulungen über Bildungsgutscheine der Bundesagentur finanziert werden, ist allgemein bekannt, aber in dieser Sitzung keine Quelle abgerufen (§ 11). Vertriebsweg: Bildungsträger kaufen Lehrmittel aus Sachkostenbudgets der Maßnahme.
  4. Die Firma (Ausbildungsbetrieb) — mittelbar belegt. Dass 396.800 Betriebe ausbilden, ist belegt (BIBB); dass und wie viel sie für Lernsoftware zahlen, ist nicht recherchiert. Einschätzung: Firmen zahlen für Ausbildungsmaterial aus dem Ausbildungsbudget, wenn es die Prüfungsvorbereitung stützt — belegen kann ich das hier nicht.

Plattformkäufer (zur Abgrenzung): Wer eine Lernplattform will, zahlt für Betrieb, nicht für Inhalt: Moodle selbst ist Open Source, die gehosteten Pläne kosten 150 €/Jahr (50 Nutzer) bis 1.870 €/Jahr (750 Nutzer) in Euro (MoodleCloud). Das ist der Vergleichsmaßstab für „Software im Schulbetrieb" — nicht für Inhalte.


4 · Die Wettbewerber (Preismodell und Beleg)

#AnbieterURLPreismodellPreis — belegt?
1Cisco Packet Tracer / Networking Academynetacad.com/cisco-packet-tracerkostenloser Download + kostenlose Trainings; Bindung an das NetAcad-Ökosystem„Free Training and Download" (Seitentitel) — belegt
2Filius (Universität Siegen)lernsoftware-filius.de · Bericht: heisekostenlos, Open Source, für den Informatikunterrichtbelegt (heise: „Netzwerkgrundlagen lernen mit Filius")
3GNS3gns3.com/pricingSoftware kostenlos (Open Source) + kostenpflichtige Zusatzangebotenicht belegt — die Preisseite lieferte beim Abruf keinen lesbaren Text (JS)
4EVE-NGeve-ng.net → BuyCommunity-Edition kostenlos, „PRO Base" als bezahlte Lizenz (Abruf nur mit Lizenz-Request, Kauf über Checkout)Preis nicht belegt — auf Buy/FAQ/Startseite keine Zahl; Version „7.2.0-18, 6. Oktober 2026" steht dort
5Cisco Modeling Labs (CML)cisco.com → CMLkommerzieller On-Premises-Simulator, Personal-/Enterprise-StufenPreis nicht belegt — die abgerufene Seite nennt keine Zahl
6Boson NetSimboson.com/netsim-cisco-network-simulatorkommerzieller Simulator + Prüfungsvorbereitung (Einmalkauf)Preis nicht belegt — im abgerufenen Text keine Zahl
7Moodle / MoodleCloudmoodlecloud.com/standard-plansOpen Source (selbst hosten: 0 € Software) oder SaaS-Abobelegt: 150 €/240 €/440 €/1.060 €/1.870 € pro Jahr (50/100/200/500/750 Nutzer)
8Westermann BiBox (digitales Lehrwerk)bibox.schule/preiseLizenz je Schüler/Jahr, je Klasse/Jahr, Kollegiumbelegt: 7–12 €/Schüler/Jahr, 150 €/Klassenlizenz/Jahr, 170–220 € Kollegium, 40–50 € Lehrkraft
9itslearning / LMS-Anbieteritslearning.com„Preis auf Anfrage" (Angebot)Modell belegt (keine Preisseite), Zahl nicht

Was die Tabelle zeigt: In der Spalte „Preis" stehen vier belegte Modelle (kostenlos, Open Source, SaaS-Abo, Lizenz je Schüler) und vier nicht belegte Zahlen. Genau so steht es hier — nicht gerundet, nicht geschätzt.


5 · Wo die Lücke ist

Meine Analyse (keine Quelle, sondern Abgleich der belegten Angebote):

Was der Markt hatWas ihm fehlt
Gratis-Simulatoren (Packet Tracer, Filius, GNS3) — englisch geprägt, erklärungsbedürftig, oft Installation/VMdeutsche, fertige Unterrichtsaufträge mit Störungssuche und Bewertung ohne Note
Digitale Lehrwerke (BiBox) — Inhalte, Aufgaben, aber keine Simulationeine spielbare Umgebung, in der ein Fehler diagnostiziert wird
Lernplattformen (Moodle & Co.) — Abgabe, Verwaltung, aber keine Aufträgefertige Inhalte, die ohne Plattform laufen
Kommerzielle Simulatoren (EVE-NG PRO, CML, Boson) — Profi-Werkzeuge, Lizenzen, Rechenleistungkein Computerraum-Betrieb ohne Vorbereitung

Die Lücke in einem Satz: Deutsche, prüfungsnahe Netzwerk-Aufträge mit Fehlersuche, die als eine Datei ohne Installation, Konto und Server im Computerraum laufen — inklusive Klassenraum-Ansage per Code.

Das ist gleichzeitig die Schwäche des Produkts: Es füllt eine Lücke zwischen zwei kostenlosen Alternativen (Simulator und Lehrwerk) — und muss deshalb den Mehrwert pro Unterrichtsstunde verkaufen, nicht die Technik.


6 · Vier Monetarisierungswege — mit Rechnung und Risiko

Alle Rechnungen unten sind Szenarien mit offengelegten Annahmen, keine Prognosen. Zahlen-Anker stehen jeweils dabei.

(a) Schullizenz je Standort und Jahr

(b) Einzelplatz je Azubi

(c) Firmenlizenz fĂĽr Ausbildungsbetriebe

(d) Kostenlos + Bezahlinhalte


7 · Was den Verkauf bremst — ehrlich gewichtet

BremseWie schwer wiegt sie?BegrĂĽndung
Gratis-Konkurrenz (Packet Tracer, Filius, GNS3)sehr schwerbelegt: Packet Tracer „Free Training and Download" (NetAcad), Filius kostenlos (heise)
Kopierbarkeit (eine HTML-Datei, kein Kopierschutz)sehr schwertechnische Eigenschaft des Produkts (§ 1); Kopierschutz in einer Einzeldatei ist nicht wirksam umsetzbar → der Preis muss niedrig genug sein, dass Kopieren unattraktiv ist
Beschaffung in Schule/Trägerschwer, aber nicht belegtHaushalts- und Vergabewege sind in dieser Sitzung nicht recherchiert (§ 11); Erfahrungswissen sagt „langsam" — belegen kann ich es nicht
„Keine Daten" als ArgumentVorteilkein Konto, keine Telemetrie → keine Auftragsverarbeitung, keine Nutzerverwaltung, kein Server ([BIBB-ähnliche Vorgaben der Träger sind hier nicht geprüft])
„Keine Daten" als HürdemittelSchulen wollen oft Nutzerverwaltung, Auswertung und Nachweisbarkeit — das Produkt liefert bewusst keine (Klassenraum-Ampel nur lokal als Datei)
Fehlende Referenzen/ZulassungmittelDigitale Lehrwerke kommen von Verlagen mit Zulassungswegen; ein Einzelprodukt hat keine
Einzelanbieter-RisikomittelFirmen/Schulen fragen nach Support, Fortbestand, Rechnung — Einschätzung, nicht belegt

8 · Preisvorschlag und was zuerst verkauft wird

8.1 Der Preisvorschlag (mit Herleitung, nicht geraten)

AngebotPreisHerleitung
Standortlizenz Schule/Träger390 €/Jahr (unbegrenzte Azubis am Standort)BiBox: 150 € Klassenlizenz + 170–220 € Kollegiumslizenz = 320–370 € für ein Fach; ein Werkzeug für alle IT-Klassen liegt knapp darüber → 390 € (Westermann)
Firmenlizenz290 €/Jahr bis 25 Azubis, danach 10 €/Azubi/Jahrunter der Standortlizenz, weil Firmen leichter zahlen und weniger Nutzer haben; Preisschild bleibt unter der Schwelle, ab der ein Beschaffungsverfahren nötig wird (Schwelle nicht recherchiert)
Einzelplatz9 €/JahrMitte des belegten Lehrwerk-Korridors 7–12 € (Westermann)
Pilotangebot0 € für ein Schulhalbjahr, eine KlasseVerkaufsinstrument, keine Preisstufe
Bezahlpakete39 €/Paket, 99 €/Jahr alle PaketeSetzung mangels belastbarer Quelle (§ 6d), bewusst über Lehrwerkpreis

Erlös-Szenarien (Annahmen offen): 5 Standorte + 10 Firmen + 200 Einzelplätze = 1.950 + 2.900 + 1.800 = 6.650 €/Jahr. 20 Standorte + 50 Firmen + 1.000 Einzelplätze = 7.800 + 14.500 + 9.000 = 31.300 €/Jahr. Beides sind Rechenbeispiele, keine Prognose — die Zahl der Verkäufe ist die Annahme.

8.2 Was zuerst verkauft wird — ohne eine Zeile Code zu ändern

Verkauft wird der heutige Stand als Standortlizenz, geliefert als Datei.

  1. Verkaufsgegenstand: Netzwerk-Labor.html (2.829.477 B) + Programm/Netzwerk-Labor.exe + die vorhandene Doku-Auswahl als PDF/Markdown — fertig, nichts zu bauen.
  2. Angebot: „Pilotklasse kostenlos, danach 390 €/Jahr je Standort, Rechnung, keine Anmeldung, keine Daten." Das ist mit dem heutigen Code vollständig bedienbar.
  3. Der Klassenraum-Code ist das Verkaufsargument — er funktioniert bereits ohne Server; das kann kein Wettbewerber mit Konto-Zwang so zeigen.
  4. Erste fünf Pilotstandorte aus dem eigenen Umfeld (Berufsschule, Bildungsträger, Ausbildungsbetrieb), mit der Bitte um einen Satz Rückmeldung; danach Preisliste.
  5. Was dafür noch geschrieben werden muss, ist kein Code: eine einseitige Lizenz-/Nutzungsvereinbarung, eine Rechnungsvorlage, eine Anleitung für die Lehrkraft (1–2 Seiten), eine Verkaufsseite mit Impressum.

9 · Rechtliche Mindestfragen (KEINE Rechtsberatung — nur offene Punkte)

Ich bin kein Anwalt; das sind Fragen, die vor dem ersten Verkauf zu klären sind — nicht Antworten.

  1. Impressum: § 5 DDG verlangt für **geschäftsmäßige, in der Regel gegen Entgelt angebotene digitale Dienste** u. a. Namen, Anschrift und Angaben für schnelle elektronische Kontaktaufnahme (Gesetzestext). Offene Frage: Gilt das schon für eine einfache Verkaufsseite mit Bestellformular, und welche Angaben genau?
  2. Rechnung/Umsatzsteuer: § 19 UStG (Kleinunternehmer) befreit, solange der Gesamtumsatz im Vorjahr 25.000 € nicht überschritt und im laufenden Jahr 100.000 € nicht überschreitet (Gesetzestext). Offene Fragen: Gewerbeanmeldung, Pflichtangaben der Rechnung (§ 14 UStG — nicht geprüft), Hinweis „keine Umsatzsteuer nach § 19 UStG".
  3. Datenschutz: Das Produkt erhebt keine Daten und sendet nichts (§ 1, 0 externe Ladungen). Offene Punkte: (a) Der lokale Speicher im Browser (Spielstand, Einstellungen) ist eine Verarbeitung auf dem Gerät — braucht es dafür eine Erklärung? (b) Eine Verkaufsseite hat Server-Logfiles → Datenschutzerklärung/Informationspflichten. (c) Bei Schulen: Der Schulträger wird nach Auftragsverarbeitung fragen — die Antwort „es gibt keine Daten" ist stark, muss aber belegbar sein.
  4. Haftung für Lerninhalte: offene Punkte: Haftungsausschluss/„keine Gewähr" in AGB oder Lizenz, Haftung für Folgen falscher Konfigurationsbeispiele, Kennzeichnung als Lernumgebung (nicht für Produktivnetze).
  5. Marke und Name: „Netzwerk-Labor" — Verwechslungsgefahr/DPMA-Recherche und Domain sind **nicht durchgeführt**. Zusätzlich: Die Inhalte nutzen IOS-ähnliche Befehle und nennen Herstellernamen (Cisco, IEEE, RFC, BSI) — ob und wie man damit werben darf, ist eine offene Marken-/Wettbewerbsfrage.
  6. Inhaltsrechte: Die Inhalte sind selbst geschrieben; im Repo liegen keine IHK-Prüfungsfragen (so die Projekt-Doku). Bei Bezahlinhalten also „prüfungsnah" formulieren, nie „Original-Prüfungsfragen".

10 · Was NICHT funktionieren wird — und warum

Der wichtigste Abschnitt. Hier steht, wovon ich abrate, auch wenn es weh tut.

  1. Einzelverkauf an Azubis als Hauptkanal wird nicht funktionieren. Der belegte Privatpreis für digitale Lehrwerke liegt bei 7–12 €/Jahr (Westermann); ein Spiel ist kein Pflichtlehrwerk. Bei 9 € fressen Zahlungsabwicklung und Support den Erlös.
  2. App-Store-Verkauf wird nicht funktionieren. Schulen kaufen nicht im Store, die APK ist Beifang (1,15 MB, § 1), und für Minderjährige kommen Konten-/Einwilligungsfragen dazu. (Store-Provisionen habe ich in dieser Sitzung nicht belegt — sie stehen deshalb hier nicht als Zahl.)
  3. Ein Server-/Abo-Modell wird nicht funktionieren — es zerstört den Kern. „Kein Server, kein Konto, kein Netz" ist das Verkaufsargument (§ 5, § 7) und passt zum Computerraum. Ein SaaS-Modell erzeugt Betriebslast, Auftragsverarbeitung und Datenschutzfragen — für ein Produkt, das heute in einer Datei läuft und deshalb überhaupt keine Infrastruktur braucht.
  4. Werbung oder Telemetrie als Erlösquelle wird nicht funktionieren. Sie widersprechen dem Versprechen „keine Daten", zerstören die Schulakzeptanz und den einzigen harten Vorteil gegenüber Cloud-Angeboten.
  5. Kopierschutz/DRM wird nicht funktionieren. Eine HTML-Einzeldatei ist offen lesbar; jeder Schutz lässt sich entfernen. Er würde nur ehrliche Käufer ärgern. Konsequenz: niedriger Preis + Vertrauen + Mehrwert (Inhalte, Aktualisierungen, Klassenraum-Ampel).
  6. „Die Simulation verkaufen" wird nicht funktionieren. Packet Tracer, Filius und GNS3 sind kostenlos (§ 4). Verkauft werden müssen Aufträge, Störungen, Klassenraum-Verfahren, deutsche Texte.
  7. Eine Schulbuchzulassung anzustreben, wird nicht funktionieren (Einschätzung, nicht recherchiert): Länderverfahren sind lang und teuer; für ein Werkzeug, das kein Lehrwerk ersetzt, ist der Weg unverhältnismäßig. Besser: als Ergänzung positionieren, die jede Lehrkraft ohne Genehmigung nutzen kann.
  8. Freemium ohne echten Mehrwert wird nicht funktionieren. Wenn die Bezahlpakete nur „mehr vom Gleichen" sind, bleibt die Kaufquote bei ~0 (vgl. § 6d: 2 % sind schon optimistisch).
  9. Ein Preis über ~500 €/Standort/Jahr wird ohne Referenzen nicht funktionieren (Setzung auf Basis des belegten Lehrwerkankers 150–370 €; die Zahl der Schulen ist nicht recherchiert).
  10. Verkauf aus dem Budget einzelner Lehrkräfte wird nicht funktionieren — Lehrkräfte haben in der Regel kein Sachbudget; gekauft wird über Schule/Träger (Einschätzung, nicht belegt).

11 · Nicht recherchiert (Pflichtabschnitt)

Hier steht keine Zahl, weil ich keine belastbare Quelle abrufen konnte:


12 · Quellen (alle abgerufen am 09.10.2026)

  1. BIBB — Betriebliche Ausbildungsbeteiligung (Zahlen 2024) — https://www.bibb.de/de/214719.php
  2. Westermann BiBox — Preise und Lizenzmodelle — https://www.bibox.schule/preise
  3. MoodleCloud — Standard-Plans und Preise (EUR) — https://www.moodlecloud.com/standard-plans/
  4. Cisco Networking Academy — Packet Tracer („Free Training and Download") — https://www.netacad.com/cisco-packet-tracer
  5. heise — „Informatik in der Schule: Netzwerkgrundlagen lernen mit Filius" — https://www.heise.de/ratgeber/Informatik-in-der-Schule-Netzwerkgrundlagen-lernen-mit-Filius-7490404.html
  6. Filius (Universität Siegen) — https://www.lernsoftware-filius.de/
  7. GNS3 — Preisseite (Inhalt beim Abruf nicht lesbar) — https://www.gns3.com/pricing
  8. EVE-NG — Buy (Preis erst im Checkout) — https://www.eve-ng.net/index.php/buy/
  9. EVE-NG — FAQ (Lizenzprüfung) — https://www.eve-ng.net/index.php/faq/
  10. Cisco — Modeling Labs (Produktübersicht, ohne Preis) — https://www.cisco.com/site/us/en/learn/training-certifications/training/modeling-labs/index.html
  11. Boson — NetSim Network Simulator — https://boson.com/netsim-cisco-network-simulator
  12. itslearning — Kontakt/Support (Preis auf Anfrage) — https://itslearning.com/support/contact-us
  13. Bundesagentur für Arbeit — „AM-kompakt IKT" (Titel belegt, Zahl nicht abrufbar) — https://statistik.arbeitsagentur.de/DE/Statischer-Content/Statistiken/Themen-im-Fokus/Berufe/Generische-Publikationen/AM-kompakt-IKT.pdf
  14. Berufsbildungsbericht 2026 (PDF, nicht abrufbar) — https://www.bmbfsfj.bund.de/resource/blob/285644/38be499c91a9d292b6f619800515afa6/berufsbildungsbericht-2026-data.pdf
  15. BIBB — Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2026 (PDF, nicht abrufbar) — https://www.bibb.de/dienst/publikationen/download/21037
  16. KMK/Eurydice — Anhang: Berufliche Schulen, Schuljahr 2024/2025 (PDF) — https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/pdf/Eurydice/DE/anhang.pdf
  17. BFS Schweiz — Vocational education and training (VET) — Schools (abgerufen, ohne Zahl) — https://www.bfs.admin.ch/bfs/en/home/statistics/education-science/pupils-students/upper-secondary/vocational-training.html
  18. WKO — Branchendaten (PDF, nicht abgerufen) — https://www.wko.at/statistik/BranchenFV/b-601.pdf
  19. § 5 DDG — Allgemeine Informationspflichten — https://www.gesetze-im-internet.de/ddg/__5.html
  20. § 19 UStG — Besteuerung der Kleinunternehmer — https://www.gesetze-im-internet.de/ustg1980/_19.html

Quellenlage in Zahlen: 20 Quellen gelistet, 13 davon in dieser Sitzung erfolgreich abgerufen, davon 7 mit belastbaren Zahlen (BIBB ×4 Zahlenblöcke, BiBox, MoodleCloud, Gesetzestexte ×2) — die übrigen sind Fundstellen ohne abgerufene Zahl oder Produktseiten ohne Preisangabe. Alle Produktangaben in § 1 sind eigene Messungen aus dieser Sitzung.


13 · Anhang: Rechenwege der Schätzungen


Dieses Dokument ändert keinen Code. Es liefert die Entscheidungsgrundlage für den ersten Verkauf und benennt ausdrücklich, was nicht belegt ist.